Staatsbankrotte, Schuldenberge und Sparpläne der Regierungen, diese Themen beschäftigen die meisten Leute im Jahr 2012. Immer öfter hört man in den Nachrichten von Pleiten, hohen Schuldenbergen und chronischer Geldnot überall. Die Bevölkerung wird immer mehr überschüttet mit Meldungen von Sparprogrammen, Kürzungen und Reformen. Daher stellt sich die Frage woher kann der Staat neues Kapital bekommen um nicht in den Ruin zu schlittern?

Es gibt viele Möglichkeiten womit der Staat, zu neuem Kapital kommen kann. Eine davon ist, dass der Staat sich quasi von seinen Bürgern Geld ausborgt und dieses mit vorher fixierten Zinsen und einer gewissen Laufzeit denjenigen zurückzahlt. Diesen Vorgang nennt man Staatsanleihen.

Was versteht man unter Staatsanleihen?

Staatsanleihen sind etwas Ähnliches wie Aktien von einer Firma welche zum Verkauf angeboten werden. Diese Verkäufer welche Staatsanleihen zum Kauf den Interessenten anbieten nennt man “Emittenten”. Käufer kaufen sozusagen Aktien vom Staat und profitieren wiederum von den Zinsen. Staatsanleihen können in heimischer oder auch als Fremdwährungsanleihen ausgegeben werden. Jedoch bei Fremdwährungen müssen auch die Währungsrisiken (d.h. Stand der Währung entweder fallend oder steigend) und die Währungschancen beachtet werden.

Risiken bei Staatsanleihen

Staatsanleihen sind wie Aktien bzw. Anliehen von Firmen oftmals sehr risikoreich. Dieses Risiko bei Staatsanleihen nennt man “Adressausfallrisiko” und bewirkt genau das gleiche wie wenn Aktien in den Keller fallen. Die Aktionäre verlieren Teile oder auch ihr gesamtes Geld.
Ein aktuelles Beispiel war die Pleite des Staates Griechenland wo viele verkauften Staatsanleihen nicht mehr Wert waren.
Daher helfen sog. Rating Agenturen den Anlegern, um sich schon vorher einen Überblick zu verschaffen wie die wirtschaftliche bzw. finanzielle Situation der einzelnen Staaten aussieht. Diese Rating Agenturen bewerten die Staaten mit der höchsten bzw. auch mit der niedrigsten Bonität. Wenn es zu einem Staatsbankrott kommt und die Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen der Staatsanleihen entfallen, muss je nach Bonität und Rating der betroffene Staat einen Risikoaufschlag bezahlen.

Categories: Wertpapiere

Comments are closed.